Große Familienunternehmen stark im Export

Absatz konzentriert sich auf den europäischen Binnenmarkt

21. September 2017

Die größten deutschen Familienunternehmen erwirtschaften rund ein Drittel ihres Umsatzes durch den Export von Waren und Dienstleistungen. Damit steigt der Exportüberschuss insbesondere seit 2010 stetig an.

EU-Staaten weiterhin größter Abnehmer

Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn blicken drei Viertel der 378 befragten Familienunternehmen optimistisch in die Zukunft. Sie sehen die wirtschaftliche Lage ihres Unternehmens in den nächsten Jahren als gut beziehungsweise sehr gut an. Große Familienunternehmen zeichnen sich durch einen starken Export aus. Vor allem industrielle Betriebe haben eine hohe Exportquote – insgesamt 41,5 Prozent sowie 25,8 Prozent in den Euroraum. Damit liegen sie beim europäischen Export vor dem Handel mit 14,8 Prozent und dem Dienstleistungssektor mit 5,8 Prozent. Fast zwei Drittel des deutschen Absatzes werden durch Exportgeschäfte in EU-Staaten gemacht. Da Deutschland innerhalb der EU sehr zentral liegt, konzentriert sich der Export häufig auf Nachbarländer. Frankreich stellt mit 34,8 Prozent weiterhin den weltweit wichtigsten Absatzmarkt für Exportgüter und Dienstleistungen dar.

Wichtigster Markt außerhalb Europas: USA

Die USA haben, im Vergleich zum Jahr 2011, China in der Rangliste der wichtigsten Exportländer überholt. Die Vereinigten Staaten liegen mit 30,1 Prozent derzeit auf Platz zwei. China erreicht mit 21,5 Prozent nur noch den vierten Platz hinter Österreich. Ebenso hat Russland für den deutschen Export an Bedeutung verloren. Aufgrund von politischen Spannungen und EU-Sanktionen, die den offenen Zugang zum russischen Markt behindern, belegt Russland lediglich Rang 13.

Hohe Exportquote bei großen Familienunternehmen

Familiengeführte Unternehmen mit 1.000 und mehr Mitarbeitern erwirtschaften 40,9 Prozent ihrer Umsätze mit Exportgeschäften. Damit führen sie die Liste der exportstärksten Familienunternehmen nach Betriebsgröße an. Die Exportquote für den Euroraum liegt bei 23,6 Prozent. Mit sinkender Mitarbeiterzahl verringern sich auch die Exportaktivitäten – sei es im inner- oder außereuropäischen Ausland. Bei Familienunternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten beträgt der Exportumsatz in die EU immerhin noch 13,5 Prozent.

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