Große Familienfirmen stark im Export

Absatz konzentriert sich auf den europäischen Binnenmarkt

12. September 2016

Die größten deutschen Familienunternehmen verdienen ein Drittel durch Export von Waren und Dienstleistungen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn. Dabei sind sechs der zehn wichtigsten Handelspartner EU-Länder.

USA überholen China als wichtigsten Markt außerhalb Europas

An der Spitze mit 35 Prozent des Exportvolumens der großen Familienunternehmen steht unangefochten Frankreich. Die USA haben im Vergleich zu 2011 in der Rangliste der wichtigsten Exportländer China überholt. Amerika liegt somit heute auf Rang zwei. China erreicht im Fünf-Jahres-Vergleich nur den vierten Platz hinter Österreich. Das nachlassende Wachstum im Land der Mitte hat demnach große Auswirkungen auf den deutschen Export. Auch Russland verlor angesichts der politischen Spannungen an Bedeutung. Außerdem behindern die EU-Sanktionen den offenen Zugang zum russischen Markt.

Familienunternehmen sind eher kleiner

Mehr als drei Viertel aller deutschen Familienunternehmen haben einen Umsatz von weniger als 1 Million Euro, den sie meist vor Ort in der Gastronomie, dem Baugewerbe oder im Einzelhandel erzielen. Doch Deutschland hat im Vergleich zu anderen Industrienationen auch viele sehr große eigentümergeführte Unternehmen. Sie sind es, die den europäischen Binnenmarkt ankurbeln.

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