Welttag: Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Akzeptanz für den Arbeitsschutz soll steigen

14. April 2016

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, begeht am 28. April 2016 den Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Das Ziel ist, vorbeugende Maßnahmen für gesunde Arbeit zu fördern.

Arbeitsschutz und Unfallverhütung als weltweites Ziel

Weltweit sind Menschen durch ihre Arbeit täglich Sicherheits- und Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Nach Schätzungen der ILO sterben jeden Tag etwa 6000 Menschen durch arbeitsbedingte Unfälle oder Krankheiten. Deshalb sollten Regierungen, Unternehmen und Arbeitnehmer der Gesundheit höchste Priorität einräumen. Voraussetzung dafür ist eine gemeinsame Kultur der Prävention, die alle Beteiligten teilen. Dazu ruft der Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz auf.

Gesundheitsgefährdung auch im Büro

In der Produktion sind Helm, Sicherheitsschuhe und Ohrenschützer seit Langem Standard. Doch das Arbeitsleben hat sich weiterentwickelt und auch im Büro schleichen sich neue Gefahren ein. Rückenprobleme und "Mausarme" sind weit verbreitet. Ihnen kann mit individuellen Büromöbeln und abwechslungsreichen Tätigkeiten vorgebeugt werden. Weniger einfach ist die Prävention bei Erschöpfungszuständen oder Burn-out. Hier helfen nur umfangreiche Aufklärung und zeitintensive Programme zur Stressreduktion, die der Arbeitgeber anbieten oder unterstützen kann.

Digitaler Arbeitsschutz

Die Digitalisierung in allen Branchen produziert ein weiteres neues Problem. Durch die ständige Erreichbarkeit per Handy und E-Mail fühlen sich viele Mitarbeiter gestresst. Arbeitsschutz bedeutet auch, ohne Ablenkung durch blinkende oder piepsende Kommunikationsmittel seiner Arbeit nachgehen zu können und abends im wörtlichen Sinne "abzuschalten". Die Zauberformel heißt hier: Medien nicht pausenlos, sondern effizient zu nutzen. Zum Beispiel können digitale Rückzugsräume in Unternehmen einen arbeitnehmerfreundlichen und gesunden Umgang mit Medien fördern. Auch muss die Firma regeln, wie mit übervollen elektronischen Postfächern oder dem Einschalten von Anrufbeantwortern umgegangen wird.

Arbeit mit sozialen Medien braucht Vereinbarungen

Im Bereich Social Media ist es wichtig, Verantwortlichkeiten und Anforderungen festzuhalten. Arbeitnehmer können oft nicht anders, als in ihrer Freizeit den Facebook-Auftritt oder den Twitter-Kanal ihres Unternehmens zu beobachten. Denn Kommentare von Kunden sind rund um die Uhr möglich und müssen beantwortet werden. Klare Absprachen über Arbeit am Wochenende oder Bereitschaftsdienst tragen erheblich zum digitalen Arbeitsschutz und letztlich zu einem erfolgreichen, kooperativen Miteinander bei.

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