Geschenke umtauschen

Ihre Rechte als Kunde

08. Januar 2015

Es gibt immer einen Anlass, um jemanden zu beschenken. Doch was, wenn das Geschenk nicht gefällt oder gar doppelt gekauft wurde? Schade, denn ein generelles Recht auf Umtausch gibt es nicht. Es sei denn, das Präsent wurde online oder beim Versandhandel bestellt.

Umtausch im Laden

Beim Kauf im Laden kommt mit Bezahlung und Aushändigung der Ware ein bindender Vertrag zustande. Hier gilt: gekauft ist gekauft. Wer ein Geschenk umtauschen möchte, muss daher auf die Kulanz des Händlers hoffen. Dieser hat das Recht, den Umtausch an bestimmte Bedingungen zu knüpfen. Dazu können zum Beispiel die Vorlage des Kassenbeleges, eine intakte Originalverpackung oder eine festgelegte Frist zählen. Idealerweise erkundigen Sie sich bereits beim Kauf nach den Umtauschmodalitäten.

Reklamation

Handelt es sich um eine Reklamation wegen defekter oder fehlerhafter Ware, kann man diese innerhalb von zwei Jahren zurückgeben. Während dieser Gewährleistungsfrist ist der Verkäufer verpflichtet, den Mangel kostenlos durch Reparatur oder Austausch zu beheben. Aber Vorsicht: Nach sechs Monaten muss der Kunde beweisen, dass die Ware bereits beim Kauf defekt oder fehlerhaft war.

Umtausch bei Versandhandel und Online-Bestellung

Bei Produkten, die man online oder im Versandhandel gekauft hat, gibt es ein Widerrufsrecht von 14 Tagen - abgesehen von wenigen Ausnahmen. Hier gilt das Fernabsatzgesetz. Innerhalb dieser Frist kann der Kunde die Ware ohne Angabe von Gründen zurückschicken. Einige Einschränkungen gibt es jedoch: Hierzu zählen zum Beispiel individuelle Waren, die speziell für den Käufer angefertigt wurden, und per Internet oder Telefon gekaufte Veranstaltungstickets.

Gutscheine

Gutscheine gehören zu den Klassikern unter den Geschenken. Hat der Beschenkte jedoch keine Verwendung für die Waren, die er damit erwerben könnte, gibt es ein Problem. Denn Händler sind hier nicht zur Barauszahlung verpflichtet. Gutscheine sind zudem nicht unbegrenzt gültig. Wenn kein Ablaufdatum angegeben ist, gilt in der Regel eine Verjährungsfrist von drei Jahren.

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