Was ändert sich 2020?

Gesetzliche Änderungen zum Jahreswechsel

10. Dezember 2019

Am 1. Januar 2020 treten diverse gesetzliche Änderungen in Kraft. Diese können sich auch in Ihrem Portemonnaie bemerkbar machen. Auf diese Änderungen in den Bereichen Mindestlohn, Krankenversicherung und Kinderfreibetrag können Sie sich zum Jahreswechsel einstellen.

Mindestlohn

Alle Arbeitnehmer, die nach gesetzlichem Mindestlohn bezahlt werden, können sich über mehr Geld freuen. Der Mindestlohn steigt 2020 auf 9,35 Euro pro Stunde. Bisher waren es 9,19 Euro. Er gilt nicht nur für regulär Angestellte, sondern auch für Rentner, Minijobber und Saisonarbeiter. Allerdings haben Selbstständige, Auszubildende und Praktikanten keinen Anspruch auf Mindestlohn.

Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung sowie der Pflegeversicherung steigt nächstes Jahr an – von derzeit 4.537,50 Euro auf 4.687,50 Euro im Monat beziehungsweise von 54.450 Euro auf 56.250 Euro im Jahr. Sie ist bundesweit einheitlich.

Auch die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung steigt 2020 an. In den alten Bundesländern wird sie auf 6.900 Euro im Monat beziehungsweise 82.800 Euro im Jahr festgesetzt. In den neuen Bundesländern beträgt sie monatlich 6.450 Euro beziehungsweise jährlich 77.400 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze gibt an, bis zu welcher Höhe das Einkommen bei der Beitragsberechnung berücksichtigt wird. Wenn das Gehalt höher ist, fallen für den darüberliegenden Teil keine weiteren Sozialabgaben an.

Regelsätze für Sozialhilfe und Grundsicherung

Ab dem nächsten Jahr erhalten Empfänger von Sozialhilfe sowie Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mehr Geld. Alleinstehende haben zukünftig Anspruch auf acht Euro mehr, also 432 Euro im Monat. Beziehern, die mit einem anderen bedürftigen Erwachsenen wie ihrem Ehepartner zusammenwohnen, stehen jeweils 389 Euro monatlich zu. Das sind sieben Euro mehr als zuvor. Die Regelsätze für Minderjährige erhöhen sich ebenfalls. Kinder bis zu einem Alter von fünf Jahren erhalten anstatt 245 Euro zukünftig 250 Euro monatlich. Kinder von 6 bis 13 Jahren sowie Jugendliche bis 17 Jahren bekommen ab 2020 jeweils sechs Euro mehr – also 308 Euro sowie 328 Euro pro Monat.

Kinderfreibetrag

Im Jahr 2020 ist keine Erhöhung des Kindergelds geplant. Allerdings soll der Kinderfreibetrag steigen. Geplant ist eine Erhöhung von 7.620 Euro auf 7.812 Euro jährlich je Kind für beide Elternteile.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), Lohnsteuerhilfeverein, einen Berater bei Ihrer Bank oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

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