Trinkgeld im Urlaub

Dieser Betrag ist angemessen

18. Juni 2019

In Deutschland ist das Thema zwar weniger bedeutend als beispielsweise in den USA. Aber auch hierzulande wird ein Trinkgeld für guten Service gern gesehen. Fünf bis zehn Prozent der Rechnungssumme gelten dabei als angemessen. Doch wie sieht es mit dem Trinkgeld im Urlaub aus?

Höhe des Trinkgelds unterscheidet sich von Land zu Land

Grundsätzlich sind Sie nicht dazu verpflichtet – zum Beispiel im Restaurant oder nach einer Taxifahrt – Trinkgeld zu geben. Es ist ein freiwillig gezahlter Betrag, der ausdrückt, dass Sie mit einer erbrachten Leistung zufrieden sind. Für viele gehört die Zahlung jedoch zum guten Ton. Je nachdem, in welchem Land Sie Urlaub machen, unterscheidet sich die Höhe des üblichen Trinkgelds. In nordeuropäischen Ländern gelten die Menschen in dieser Hinsicht als eher zurückhaltend, in Richtung Süden erwarten Servicekräfte meist einen höheren Betrag. Als Faustregel gilt: 10 bis 15 Prozent der Rechnungssumme sind als Trinkgeld angemessen. Wenn Sie die Rechnung mit Kreditkarte begleichen, können Sie das Trinkgeld in bar zahlen. So stellen Sie sicher, dass es der Kellner erhält.

Trinkgeld in Europa und der Türkei

Wenn Sie in Urlaubsländern wie Spanien, Frankreich oder Griechenland sind, können Sie das Trinkgeld – 10 bis 15 Prozent der Rechnungssumme – auf dem Tisch liegenlassen. In der italienischen Gastronomie ist das Entrichten eines Obolus eher unüblich. Denn häufig beinhaltet die Rechnung ohnehin eine Art Grundgebühr für Gedeck und Brot. In Bars hingegen finden Sie schonmal eine kleine Schale oder ein Sparschwein für Trinkgeld. In vielen Hotels gehört zudem ein Trinkgeld für das Zimmermädchen von einem Euro pro Tag zum guten Ton.
In der Türkei wird das Thema Trinkgeld ähnlich behandelt wie in vielen europäischen Ländern. Urlauber liegen hier mit 10 bis 15 Prozent für Servicekräfte richtig. Bei Taxifahrten können Sie den zu zahlenden Betrag aufrunden.

Trinkgeld in Skandinavien

In nordeuropäischen Urlaubsländern hat das Thema Trinkgeld keinen hohen Stellenwert. Wenn Sie aber zufrieden mit der erbrachten Leistung sind, können Sie den zu zahlenden Betrag einfach aufrunden. Im Hotel erhalten Portiers und Kofferträger eine kleine finanzielle Anerkennung. In Norwegen, Dänemark und Finnland sind in der Regel fünf Prozent Trinkgeld üblich, bei den Schweden sind es über zehn Prozent.

Trinkgeld in den USA und Kanada

In Nordamerika sollte das Trinkgeld 15 bis 20 Prozent der Rechnungssumme betragen. Vor allem in den Vereinigten Staaten kommt dem "tip" hohe Bedeutung zu, da Servicekräfte dort häufig sehr niedrige Löhne erhalten. Im Hotel gilt ein Dollar pro Gepäckstück für den Kofferträger als angemessen. Taxifahrer erhalten im Durchschnitt üblicherweise 15 Prozent Trinkgeld.

Trinkgeld im asiatischen Raum

In Japan, China oder Thailand sind die Gepflogenheiten etwas anders. Dort ist es nicht gang und gäbe, Trinkgeld zu verteilen. Viele empfinden es sogar als Beleidigung. Denn guter Service wird als selbstverständlich angesehen. In Touristenzentren oder größeren Hotels können Sie dem Servicepersonal aber ohne Bedenken ein kleines Trinkgeld geben.

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