Betriebliches Gesundheitsmanagement

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung

15. Januar 2022

Das betriebliche Gesundheitsmanagement gewinnt zunehmend an Bedeutung. Maßnahmen zur Krankheitsprävention bei Mitarbeitern wirken sich positiv auf die Leistungsfähigkeit aus und reduzieren Fehlzeiten.

Gesunde Arbeitnehmer stärken das Unternehmen

Stress und Leistungsdruck nehmen im Arbeitsleben immer mehr zu. Umso wichtiger ist es, direkt am Arbeitsplatz für eine Verbesserung von Wohlbefinden und Gesundheit der Arbeitnehmer zu sorgen. Mitarbeiter müssen ihre eigenen Ressourcen kennen und gezielt einsetzen, um sich nicht zu überfordern. Die demographische Entwicklung in Deutschland zeigt: Das Durchschnittsalter der Beschäftigten steigt. Daher ist es entscheidend, die Leistungsfähigkeit älterer Kollegen zu erhalten. Um dies zu erreichen, sollten Unternehmen dafür sorgen, dass die Arbeitsplatzbedingungen nicht als belastend empfunden werden. Auch ein gutes Betriebsklima kann dazu beitragen, dass Fehlzeiten abnehmen, wodurch die Produktivität des Unternehmens steigt. 

Betriebliches Gesundheitsmanagement kann nicht nur dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten, es kann diese sogar steigern und die Bindung der Arbeitnehmer zum Unternehmen stärken.

Gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen

Ergonomische Bürostühle, Bewegungsangebote, gesunde Kantinenkost oder Kurse zum Umgang mit Stress: Dies sind nur einige der Maßnahmen, die sich positiv auf die physische und psychische Gesundheit von Mitarbeitern auswirken. Sie können dabei helfen, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Insbesondere Führungskräfte, aber auch Betriebsräte und die Personalabteilung sollten sich für gute Arbeitsbedingungen und ein angenehmes Betriebsklima einsetzen. Falls bauliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung oder auch flexible Arbeitszeiten zur Stressreduktion geplant sind, sollten Sie Ihre Mitarbeiter in die Diskussion einbeziehen und offen für deren Vorschläge sein.

An betrieblicher Gesundheitsförderung müssen alle mitwirken

Arbeitgeber tragen eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern. Doch betriebliches Gesundheitsmanagement kann das Wohlbefinden der Belegschaft nur dann fördern, wenn die Arbeitnehmer gesundheitsfördernde Ideen auch aufgreifen. Dazu gehört zum Beispiel, Angebote wie eine Ernährungsberatung oder Entspannungskurse anzunehmen und das dort Gelernte im Alltag zu beherzigen. Auch bei Maßnahmen gegen Mobbing sind nicht nur Sie als Gesundheitsmanager gefragt, sondern ebenso Ihre Mitarbeiter. Vorgesetzte sollten die Kollegen dabei unterstützen, Konflikte ruhig und in kollegialer Weise zu lösen. Darüber hinaus sollten Sie streng darauf achten, dass Erholungszeiten eingehalten werden. Dabei ist es manchmal nötig, übereifrige Mitarbeiter daran zu hindern, ihre Kollegen im Urlaub oder am Wochenende zu stören.

Ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement

Zum betrieblichen Gesundheitsmanagement zählen selbstverständlich der Arbeitsschutz zur Verhütung von Unfällen, die Verringerung von schwerer körperlicher Tätigkeit sowie generell ein Führungsstil, der die Gesundheit der Belegschaft berücksichtigt. Auf diese Weise schaffen Sie ein gutes Betriebsklima. Auch Maßnahmen zur Wiedereingliederung nach krankheitsbedingten Ausfallzeiten (Betriebliches Eingliederungsmanagement) sowie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehören zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Genauso wie Initiativen, mit denen Sie privat belasteten Mitarbeitern entgegenkommen und damit deren Arbeitskraft erhalten. Krankenkassen oder Gesundheitsberater bieten häufig spezielle Angebote für Unternehmen, mit denen Sie Ihr betriebliches Gesundheitsmanagement ganzheitlich ausbauen können.

Betriebliches Gesundheitsmanagement durch Corona im Fokus

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt auf einen Schlag verändert und wird voraussichtlich dauerhafte und tiefgreifenden Veränderungen nach sich ziehen. Positiv ist dabei zu bewerten, dass aufgrund der Risiken durch Covid-19 das betriebliche Gesundheitsmanagement mehr Bedeutung erhält. Denn die Gesundheit der Mitarbeiter ist Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens.

Gesundheitsförderndes Arbeiten zu Hause

Um die Infektionsgefahr zu verringern, ist das Arbeiten von zu Hause in vielen Branchen nach wie vor das Mittel der Wahl. Allerdings ist der häusliche Arbeitsplatz oftmals nicht ergonomisch und damit gesundheitsfördernd eingerichtet. Daher ist Kreativität gefragt, um kurzfristig mit im Haushalt vorhandenem Mobiliar auszukommen und beispielweise die richtige Höhe des Bildschirmes einzustellen. Neben den Beschäftigten sind bei Fragen des betrieblichen Gesundheitsmanagements vor allem die Führungskräfte gefordert. Sie sollten trotz der räumlichen Trennung den Kontakt zu ihren Mitarbeitern halten, um auf Belastungen reagieren zu können, die durch die Arbeit im Homeoffice entstehen. Ein Ansatzpunkt dafür ist es, starre Arbeitszeiten zu überdenken, die oft bei der Kinderbetreuung und besonders in Zeiten geschlossener Schulen und Kitas hinderlich sind.

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