Steuererklärung für Selbstständige

Längere Abgabefristen und Steuerersparnis durch sorgfältige Buchführung

5. Mai 2020

Wenn Sie alle Ausgaben für Ihr Unternehmen sorgfältig dokumentieren, kann sich die Steuererklärung für Sie lohnen. Durch unsere Steuertipps für Selbstständige erfahren Sie, was sich steuerlich absetzen lässt und wie Sie eine Dauerfristverlängerung für die Umsatzsteuervoranmeldung erhalten.

Das können Sie von der Steuer absetzen

Heben Sie alle Ihre Belege auf, um sie dem Finanzamt bei Rückfragen vorlegen zu können. Auch kleine Beträge lassen sich in der Steuererklärung geltend machen. Bei Essen mit Geschäftspartnern zum Beispiel sind bis zu 70 Prozent der Kosten steuerlich absetzbar – vorausgesetzt, die Quittungen sind korrekt ausgefüllt. Beruflich genutzte Anschaffungen zwischen 150 und 1.000 Euro können Selbstständige als Sammelposten gleichmäßig über fünf Jahre abschreiben. Für Anschaffungen, die Sie ab dem 1. Januar 2018 getätigt haben, gilt eine erhöhte Wertuntergrenze von 250 Euro.

Die Grenze für Sofortabschreibungen liegt bei 800 Euro. Sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), die maximal 410 Euro kosten, lassen sich in einem Jahr vollumfänglich steuerlich absetzen. Firmeninhaber können in der Steuererklärung auch Telefon- und Internetkosten als Betriebsausgaben angeben. Allerdings müssen Sie dazu private und berufliche Anschlüsse voneinander trennen.

Einkommensteuererklärung und Einnahmenüberschussrechnung

Seit dem Steuerjahr 2018 gilt der 31. Juli des Folgejahres als spätester Abgabetermin für die Steuererklärung von Selbstständigen. Wenn Sie einen Steuerberater beauftragen, verlängert sich die Frist für die Abgabe der Steuererklärung – und zwar bis zum letzten Februartag des übernächsten Jahres. Unternehmen müssen ihre Einkommensteuererklärung elektronisch an das Finanzamt übermitteln, sofern sie Gewinne erzielen. Das gilt auch für Selbstständige. Haben Letztere allerdings weniger als 17.500 Euro Betriebseinnahmen im Jahr, müssen sie zusätzlich eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) erstellen. Diese Anlage ist der Steuererklärung beizulegen. Die EÜR soll Freiberuflern die Gewinnermittlung erleichtern. Denn hierbei erfolgt lediglich eine Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben.

Dauerfristverlängerung bei Quartalsabgabe

Wenn Selbstständige dazu verpflichtet sind, die Umsatzsteuervoranmeldung quartalsweise an das Finanzamt zu übermitteln, verschafft ihnen eine Dauerfristverlängerung mehr Zeit dafür. Den entsprechenden Antrag müssen Sie bis zum 10. April in elektronischer Form einreichen. Wird er vom Finanzamt genehmigt, verlängert sich die Frist für die Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung um einen Monat. Die Fristverlängerung gilt für alle dem Antrag folgenden Umsatzsteuervoranmeldungen.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), Wirtschaftsprüfer oder Lohnsteuerhilfeverein nicht ersetzen.

Besuchen Sie Ihre Volksbank Raiffeisenbank vor Ort.