Steuererklärung für Selbstständige

Steuern sparen durch sorgfältige Buchführung

2. Mai 2018

Die Steuererklärung für Selbstständige ist bis spätestens 31. Mai 2018 fällig. Wenn Sie einen Steuerberater damit beauftragen, verlängert sich die Abgabefrist bis zum 31. Dezember. Weil sich die Steuererklärung für Selbstständige lohnen kann, sollten Sie die Ausgaben für Ihre Firma sorgfältig dokumentieren.

Rechnungen immer aufheben

Verwahren Sie Ihre Belege, um sie dem Finanzamt bei Rückfragen vorlegen zu können. Auch kleine Beträge lassen sich in der Steuererklärung geltend machen. Bei Essen mit Geschäftspartnern können Selbstständige zum Beispiel bis zu 70 Prozent der Kosten absetzen – vorausgesetzt, die Quittungen sind korrekt ausgefüllt. Beruflich genutzte Anschaffungen zwischen 150 und 1.000 Euro können Sie als Sammelposten gleichmäßig über fünf Jahre abschreiben. Für Anschaffungen, die Sie ab dem 1. Januar 2018 tätigen, erhöht sich die Wertuntergrenze von 150 Euro auf 250 Euro.

Auch die Grenze für Sofortabschreibungen wurde hochgesetzt und liegt nun bei 800 Euro. Sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter, die maximal 410 Euro kosten, lassen sich in einem Jahr vollumfänglich absetzen. Auch Telefon- und Internetkosten sind abzugsfähig. Allerdings sollte der Firmeninhaber private und berufliche Anschlüsse voneinander trennen.

Gesetzliche Verpflichtung zur elektronischen Übermittlung

Unternehmen müssen ihre Einkommensteuererklärung elektronisch an das Finanzamt übermitteln, sofern sie Gewinne erzielen. Dazu zählen Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, einem Gewerbebetrieb oder aus selbstständiger Arbeit. Seit 2017 müssen auch Selbstständige, die weniger als 17.500 Euro im Jahr verdienen, zusätzlich eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) erstellen. Diese Anlage ist der Steuererklärung beizulegen. Die EÜR soll Freiberuflern die Gewinnermittlung erleichtern, da hierbei lediglich die Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt werden.

Dauerfristverlängerung bei Quartalsabgabe

Eine Dauerfristverlängerung hilft Ihnen, wenn Sie dazu verpflichtet sind, die Umsatzsteuervoranmeldung quartalsweise an das Finanzamt zu übermitteln. Diesen Antrag müssen Sie bis zum 10. April elektronisch übermitteln. Wird er genehmigt, können Sie die Umsatzsteuervoranmeldung einen Monat später als gesetzlich vorgeschrieben abgeben. Die Fristverlängerung gilt für alle dem Antrag folgenden Umsatzsteuervoranmeldungen, solange Sie die Umsatzsteuer vierteljährlich abrechnen.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), Wirtschaftsprüfer oder Lohnsteuerhilfeverein nicht ersetzen.

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