Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze 2021?

Bis zu dieser Einkommenshöhe sind Sozialversicherungsbeiträge fällig

23. September 2021

Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze legt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Einvernehmen mit dem Bundesrat jedes Jahr zum 1. Januar fest. Dabei orientiert sich die Bundesregierung am Durchschnittseinkommen. Wie hoch die Beitragsbemessungsgrenze 2021 ist, erfahren Sie hier.

Aufteilung der Sozialversicherungsbeiträge

Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeden Monat Beiträge in die gesetzliche Sozialversicherung ein. Deren fünf Zweige sind die Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung und Krankenversicherung. Den Betrag für die Unfallversicherung übernimmt der Arbeitgeber komplett. Die Beiträge für die anderen Versicherungen teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte. Die Beitragssätze belaufen sich für alle versicherten Arbeitnehmer auf rund 20 Prozent des Bruttolohns. Das heißt, die Sozialabgaben gestalten sich nicht – wie etwa die Steuersätze – progressiv. Wer mehr verdient, muss also nicht anteilig mehr zahlen.

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?

Für den Beitragssatz zur Sozialversicherung wird ein fester Prozentsatz vom Bruttoeinkommen festgelegt. Bei höherem Gehalt ist ein höherer Beitrag fällig. Dieser ist jedoch gedeckelt und wird daher nur bis zu einem Höchstbeitrag – der Beitragsbemessungsgrenze – vom Lohn des Versicherten abgezogen. Für jenen Teil Ihres Arbeitsentgelts, der darüber liegt, fallen keine Sozialabgaben an.

Deckelung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung

Gleichzeitig ist die Beitragsbemessungsgrenze Grundlage für die Berechnung der gesetzlichen Rente. So fallen Rentenversicherungsabgaben nur für den Teil Ihres Einkommens an, der unterhalb der Grenze liegt. Deshalb ergibt sich nur daraus die Höhe Ihrer Rente. Um sich auch mit dem darüberliegenden Einkommen eine Altersvorsorge aufbauen zu können und so die Rentenlücke zu schließen, ist es empfehlenswert, eine private Rentenversicherung abzuschließen. Mit unserem Altersvorsorge-Rechner können Sie sich einen Überblick über Ihre Vorsorgesituation verschaffen und ermitteln, wie viel Geld Sie zusätzlich für Ihre Wunschrente benötigen.

Höhe der Beitragsbemessungsgrenze

Im Jahr 2021 liegt die Beitragsbemessungsgrenze für die allgemeine Rentenversicherung bei 7.100 Euro (West) beziehungsweise 6.700 Euro (Ost) monatlich. Für die knappschaftliche Rentenversicherung liegt sie monatlich bei 8.700 Euro in den alten Bundesländern beziehungsweise 8.250 Euro in den neuen Bundesländern. Für die gesetzliche Krankenversicherung, kurz GKV, liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei 4.837,50 Euro monatlich in West und Ost.

Jahresarbeitsentgeltgrenze bei der Krankenversicherung

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze, kurz JAEG, ist die Einkommensgrenze, bis zu der Sie als Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind. Ein weiterer Begriff dafür ist Versicherungspflichtgrenze. Überschreitet ihr Bruttoeinkommen die Arbeitsentgeltgrenze, können Sie selbst entscheiden, ob Sie weiterhin gesetzlich versichert bleiben oder in die private Krankenversicherung wechseln.

Unterschied zwischen Höchstgrenzen

Seit 2003 unterscheidet sich die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze von jener der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Wenn Sie bereits 2002 privat krankenversichert waren, entspricht die Jahresarbeitsentgeltgrenze weiterhin der Beitragsbemessungsgrenze. Für alle, die erst ab 2003 in die private Krankenversicherung gewechselt sind, liegt die Bemessungsgrenze unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze. In diesem Fall müssen Versicherte ihre Versicherungsbeiträge nur bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze und nicht bis zur Jahresarbeitsentgeltgrenze zahlen. Allerdings findet der Differenzbetrag keine Berücksichtigung bei der Krankengeldberechnung.

Höhe der Jahresarbeitsentgeltgrenze für die Krankenversicherung

Die Versicherungspflichtgrenze liegt seit 2021 bei 64.350 Euro jährlich im gesamten Bundesgebiet. Wenn Sie 2020 mehr verdient haben, können Sie seit dem 1. Januar 2021 in die private Krankenversicherung wechseln. Vorausgesetzt, Ihr Bruttogehalt bleibt auch 2021 über der dann geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenze.

Lassen Sie sich zu finanziellen Fragen rund um das Thema Beitragsbemessungsgrenze bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank vor Ort beraten.