Steuerrückerstattung: Wie lange dauert es, bis der Steuerbescheid kommt?

Die Bearbeitungsdauer kann je nach Finanzamt variieren

18. Februar 2019

Jedes Jahr müssen viele Steuerpflichtige die ungeliebte Steuererklärung einreichen. Wenn Sie alle Formulare ausgefüllt und beim Finanzamt abgegeben haben, lautet die spannende Frage: Rückzahlung oder Nachzahlung? Doch wie lange müssen Sie auf den Steuerbescheid warten?

Wie schnell erhalte ich die Steuerrückerstattung?

Obwohl alle Finanzämter die gleiche Software einsetzen, gibt es bezüglich der Bearbeitungszeit erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Im Durchschnitt können Sie Ihren Steuerbescheid nach acht Wochen in den Händen halten. Hamburger und Berliner Steuerzahler können sich glücklich schätzen, denn sie warten nur wenig länger als einen Monat. Andere Finanzämter lassen sich schon mal über 80 Tage Zeit: Das sind fast drei Monate. In der Regel überweist das Finanzamt die zu viel gezahlte Lohnsteuer oder andere Steuererstattungen zeitgleich mit der Versendung des Einkommensteuerbescheids.

Hilft es, die Dokumente möglichst früh abzuliefern?

Die Finanzbeamten bearbeiten die Einkommensteuererklärungen nach der Reihenfolge ihres Eingangs. Allerdings gilt das nur, wenn alle benötigten Daten vorliegen. Selbst wenn Sie also fleißig waren und schon Anfang des Jahres alle erforderlichen Belege gesammelt haben, gilt das Gleiche nicht unbedingt für das Finanzamt. Das ist darauf angewiesen, zum Beispiel die Beitragsdaten zur Altersvorsorge oder notwendige Angaben vom Arbeitgeber zu erhalten. Dazu haben die Vertragspartner bis Ende Februar Zeit.

Was kann ich tun, um die Bearbeitungsdauer zu verkürzen?

Falls sich Ihre Angaben mehr oder weniger mit denen der Vorjahre decken, wird der Steuerbescheid automatisiert erstellt und zeitnah verschickt. Wenn es Abweichungen gibt und Unterlagen nachgefordert werden, verzögert sich alles. Sie sollten Nachfragen zügig beantworten und somit das Verfahren beschleunigen. Grundsätzlich gilt: Wer seine Steuererklärung elektronisch per Verwaltungssoftware Elster einreicht, kann mit einer schnelleren Bearbeitung rechnen.

Wie lange darf die Bearbeitung dauern?

Spätestens sechs Monate nachdem Sie die Steuererklärung eingereicht haben, muss der Steuerbescheid vorliegen. Diese Frist verschiebt sich allerdings nach hinten, wenn die Beamten fehlende Belege oder Informationen anfordern müssen. Falls sich das Finanzamt nach einem halben Jahr nicht meldet, sollten Sie nachfragen. Sind Sie dann der Meinung, dass Sie überdurchschnittlich lange warten müssen, können Sie dagegen vorgehen und einen Untätigkeitseinspruch beim zuständigen Finanzamt einlegen. Nach weiteren sechs Monaten ohne Steuerbescheid können Sie eine Untätigkeitsklage einreichen. Ab 15 Monaten Verzug stehen Ihnen sogar Zinsen zu, sofern Sie eine Steuerrückzahlung erhalten.

Rückzahlung erhalten – was nun?

Wenn die Warterei ein Ende hat und der Steuerbescheid im Briefkasten liegt, können Sie sich hoffentlich über eine Rückerstattung freuen. Lassen Sie sich bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank vor Ort dazu beraten, wie Sie eine einmalige Summe gewinnbringend anlegen können. Ihr Berater zeigt Ihnen verschiedene Möglichkeiten auf.

Ob kurzfristig sparen oder langfristig anlegen: Ihre Volksbank Raiffeisenbank vor Ort berät Sie gerne.

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