Aufbewahrungsfristen für Unterlagen

Gesetzliche Gewährleistungsfristen und Verjährungsfristen

3. Februar 2016

Wenn Sie Ihre privaten Unterlagen aussortieren möchten, müssen Sie einige wichtige Dinge beachten. Viele Unterlagen haben gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungspflichten und sollten daher nicht vorschnell entsorgt werden.

Kaufbelege und Kassenbons bei Reklamationen

Bei Neuwaren wie zum Beispiel Elektrogeräten ist es sinnvoll, den Kassenbon zwei Jahre lang aufzubewahren. Grund dafür ist die gesetzliche Gewährleistungsfrist durch den Verkäufer, die für 24 Monate besteht. Sollten Sie das Gerät innerhalb dieser Zeit reklamieren müssen, brauchen Sie dafür den Beleg. Diese Frist gilt auch für Ware, die online gekauft wurde. Wichtig: Hierbei sollte zwischen der Gewährleistung und der Herstellergarantie unterschieden werden. Während die Gewährleistungsfrist zwei Jahre umfasst, beträgt die Herstellergarantie meist nur ein Jahr. 

Aufbewahrungspflicht bei Leistungen am Grundstück

Für Privatpersonen besteht eine gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungspflicht von zwei Jahren bei Rechnungen, Zahlungsbelegen oder anderen beweiskräftigen Unterlagen, die im Zusammenhang mit Leistungen an einem Grundstück stehen. Dazu gehören zum Beispiel sämtliche Bauleistungen, Renovierungsarbeiten, Gartenbepflanzungen oder Gerüstbau. Diese Pflicht besteht, da Behörden zur Bekämpfung von Schwarzarbeit die Vorlage der Rechnungen fordern können.

Kontounterlagen und Versicherungsverträge

Private Bankunterlagen wie zum Beispiel Kontoauszüge sollten Sie drei Jahre lang aufbewahren, um eventuell nachweisen zu können, dass Sie eine Rechnung bezahlt haben. Die Frist von drei Jahren entspricht der Verjährungsfrist für Alltagsgeschäfte. Unterlagen im Zusammenhang mit Versicherungen oder Vertragsunterlagen, zum Beispiel über ein Darlehen oder die Hausratversicherung, sollten Sie mindestens so lange aufbewahren, wie der Vertrag läuft.

Hinweis: Dieser Artikel gibt nur kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch die für diese Themen zuständigen Ämter, Ihren Versicherer oder einen Berater bei Ihrer Bank nicht ersetzen.

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