Aufbewahrungsfristen für Bankunterlagen

Diese Vorgaben sollten Sie beachten

18. Januar 2019

Mit der Zeit stapeln sich Belege, Rechnungen, Verträge und Kontoauszüge zu Hause. Wenn Sie regelmäßig aussortieren, schaffen Sie wieder Platz. Damit jedoch nicht die falschen Dokumente im Müll landen, sollten Sie nicht nur in Bezug auf Ihre Bankunterlagen wichtige Aufbewahrungsfristen beachten.

Sinnvoll bei Reklamationen

Ob Mixer oder Kommode: bei Neuwaren gilt die gesetzliche Gewährleistungspflicht von zwei Jahren durch den Verkäufer. Bis zum Ablauf dieser Zeitspanne ist es sinnvoll, den Kassenbon aufzuheben. Denn bei Reklamationen benötigen Sie eine Quittung. Eine Frist von zwei Jahren gilt auch für Produkte, die Sie online gekauft haben. Bei besonders wertvollen Gegenständen ist es empfehlenswert, alle zugehörigen Dokumente langfristig aufzubewahren. Denn sie können als Nachweis für Ihre Hausratversicherung dienen, wenn beispielsweise bei Ihnen eingebrochen wird.

Wichtig: Es gibt einen Unterschied zwischen der Gewährleistung und der Herstellergarantie. Während die Gewährleistung durch den Verkäufer zwei Jahre umfasst, geben die meisten Hersteller nur ein Jahr Garantie auf das Produkt.

Aufbewahrungspflicht für Handwerkerrechnungen, Steuer- und Mahnbescheide

Eine Aufbewahrungspflicht von zwei Jahren gilt für Rechnungen, Zahlungsbelege oder andere Unterlagen, die in Zusammenhang mit Leistungen stehen, die für ein Grundstück erbracht wurden. Dazu gehören zum Beispiel sämtliche Bau- und Renovierungsarbeiten, Gartenbepflanzungen oder Gerüstbau. Behörden können die zugehörigen Unterlagen als Nachweis im Rahmen der Bekämpfung von Schwarzarbeit verlangen. Amtliche Dokumente müssen Sie deutlich länger aufbewahren: Für Steuerunterlagen wie Steuerbescheide gelten mindestens vier, bei sehr hohen Einkommen sogar sechs Jahre Aufbewahrungspflicht. Mahnbescheide oder Gerichtsurteile müssen Sie 30 Jahre lang an einem sicheren Ort verwahren. Kreditunterlagen sollten Sie mindestens ebenso lange behalten.

Wichtig: Die gesetzliche Aufbewahrungspflicht beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem das Dokument ausgestellt wurde. Sie läuft erst am 31. Dezember jenes Jahres ab, in dem die Aufbewahrungspflicht endet.

Als Nachweis sinnvoll: Kontounterlagen und Versicherungsverträge

Bankunterlagen wie Kontoauszüge sollten Sie mindestens drei Jahre lang aufheben. So können Sie im Zweifelsfall nachweisen, dass Sie Rechnungen oder die Miete bezahlt haben. Verträge und Unterlagen von Versicherungen sollten Sie auf jeden Fall bis zum Vertragsende aufbewahren. Sozialversicherungsnachweise, Arbeitsverträge und ähnliche Unterlagen sollten Sie unbedingt bis zur Rente behalten. Denn damit weisen Sie Ihren beruflichen Werdegang und Ihre Rentenansprüche nach.

Ein Leben lang behalten

Manche Dokumente begleiten Sie Ihr ganzes Leben. Dazu gehören Ihre Geburtsurkunde, das Familienstammbuch sowie Heirats- und Scheidungsurkunden. Diese sollten Sie an einem besonders geschützten Platz aufbewahren. Ihre Volksbank Raiffeisenbank vor Ort bietet Ihnen sichere Schließfächer, in denen Sie wichtige Dokumente, aber auch Wertsachen unterbringen können.

Hinweis: Dieser Artikel gibt nur kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch die für diese Themen zuständigen Ämter, Ihren Versicherer oder einen Berater bei Ihrer Bank nicht ersetzen.

Informieren Sie sich bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank vor Ort.

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